Warum wird man Chef?

Oder anders formuliert: Warum gründet man und will Chef sein?

Ich erinnere mich an eine Situation es muss in der 5. oder 6. Klasse gewesen sein. Ich wurde nach meinem Traumberuf oder etwas ähnlichem gefragt und ich habe sehr detailliert geantwortet. Selbst heute kann ich das Bild, welches ich damals im Kopf hatte noch genau sehen. Meine Vorstellung war, dass ich Chefin eines Hotels bin. Dieses liegt in einem warmen Land nahe des Strandes und besitzt einen eigenen Pferdestall. Vielleicht habe ich mir diese Konstellation nur gewünscht, um morgens vor der Arbeit am Strand reiten zu können, ohne dass es jemand verbietet. Doch letztlich ist über all die Jahr immer die Vorstellung geblieben der Chef zu sein. Und seitdem meine Mutter und meine Schwiegermutter beide selbständig sind/waren, habe ich gesehen dass ich dafür nicht als angestellter Geschäftsführer aufsteigen muss, sondern es auch mit meinem Unternehmen erreichen kann.

Viele Menschen denen ich in meinem Leben bisher begegnet bin, haben gesagt: „Ich beneide dich, dass du so mutig bist, dich selbständig zu machen.“ Ich kann sehr gut verstehen was sie mit mutig meinten. Man gibt ein großes Sicherheitsnetz/-gefühl auf, weil man eben selbst für das Einkommen verantwortlich ist und nicht am Ende des Monat einen Gehaltsscheck bekommt. Doch ganz ehrlich: Ich bin der Meinung auch Mitarbeiter sind für ihr Einkommen verantwortlich. Denn nur wenn Sie ihre Arbeit gut erledigen, verdient die Firma damit Geld und kann Gehaltsschecks ausstellen. Und wegen dieser Einstellung war der Weg für mich von einer Anstellung in die Selbständigkeit wohl nie so mutig, wie er für alle anderen immer wirkt.

Warum es bei mir aber schon so früh mit dem Wunsch nach dem Chefsein anfing, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich meinen bisherigen Chefs wohl keine gute Untergebene gewesen bin. Denn wirklich unterordnen konnte ich mich im Beruflichen von Anfang an nicht. Doch auch wenn das nicht funktioniert hat, war mir eins immer wichtig: Im Team gut zusammen zu arbeiten. Und das gilt auch heute noch oder besser gerade jetzt. Ich habe nämlich das erste Mal eine feste Angestellte – keine Honorarkraft und kein Familienmitglied – und bin gespannt, ob ich nicht nur Selbständig sein kann, sondern auch Chefin. Aber eins sind wir schon mal: Ein Team!

Auf diesem Weg: Herzlich Willkommen bei Strategie Zwo, Eileen Röhrig! 

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