#WBT18

4. Bundesweiter Tag der Weiterbildung

Thema des Weiterbildungstages heute am 26. September war die Digitalisierung in der Bildung. Ausgedrückt haben die Veranstalter dies in der Überschrift „Schöne neue Welt: Digitale Weiterbildung in Unternehmen“. Es waren drei Panels mit unterschiedlichen Schwerpunkten und diversen Referenten geplant. Leider habe ich mich inhaltlich nicht wirklich in einem davon wieder gefunden und hatte dann geplant zwischen den Panels hin und her zu wechseln um die für mich interessanten Vorträge bei allen mitzubekommen. Zu meinem Pech hat sich der Anfang bei allen verschoben und je nach Verbindlichkeit der Referenten an ihr Zeitlimit rutschte alles immer mehr durcheinander. Besucht habe ich die Vorträge von Herrn André Mewes zum Thema „Mit Weiterbildung Fachkräfte halten“, Herrn Ulrich Bähr mit „(Wo)Anders arbeiten: Co-Working in Schleswig-Holstein“ sowie das Interview mit Carolin Desirèe Töpfer zum Thema „Was lernen wir mit Virtual Reality?“ sowie Ihre Keynote „Chancen der digitalen Weiterbildung für den deutschen Mittelstand“.

Herr Mewes bei seinem Vortrag

Mit Weiterbildung Fachkräfte halten – André Mewes

Herr Mewes arbeitet bei der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH als Fachkräfte- und Weiterbildungsberater. Mit dem Hintergrund als Lehrender in dem Bereich der Meister, weiß er aus erster Hand (wie ich auch 😉 ) was im Unterricht nötig ist um die Teilnehmer zu erreichen. In seinem Vortrag ging es aber vor allem um die Möglichkeiten von Unternehmen Unterstützung von Bund und Land in Anspruch zu nehmen. Damit das Wissen überhaupt ins Unternehmen fließt, können Schleswig-Holsteinische Unternehmen sowohl auf finanzielle als auch beratende Unterstützung zurück greifen. Besonders ist da der Weiterbildungsbonus zu erwähnen. Wer mehr wissen möchte, kann sich an uns bei Strategie zwo wenden oder an die Weiterbildungsberater des Landes.

Entwurf des mobilen Co-Working Spaces

(Wo)Anders arbeiten: Co-Working in Schleswig-Holstein – Ulrich Bähr

Es ist noch nicht lange her, dass ich beim NDR über einen Artikel gestolpert bin bezüglich eines Pilotprojektes zum Co-Working in landlichen Regionen. Und genau um dieses Projekt ging es in diesem Vortrag. Herr Bähr arbeitet für die Heinrich-Böll-Stiftung des Landes Schleswig-Holstein. Am Anfang des Projektes stand die Frage, warum gründen Jungunternehmer vornehmlich in größeren Städten wie Kiel oder Lübeck. Letztlich war die Antwort, dass es dabei oft um Infrastruktur und Gleichgesinnte geht. Beides kann man aber auch in Co-Working Spaces finden und im ländlichen Raum würden noch hübsche Orte/Aussichten dazu kommen. Und so startete der Mobile Co-Working Space und bewegte sich dieses Jahr durch die Region Kiel. 
Als Zielgruppen fanden sich Freiberufler, ungebundene Stratups und Unternehmen, welche spezielle Orte für ihre Teams gesucht haben. Neben der Identifizierung von Zielgruppen kamen auch schon direkte Anfragen von unterschiedlichen Personen um so einen Co-Working Space bei sich anzubieten. Deshalb soll jetzt ein Verein gegründet werden, damit der mobile Co-Working Space weiter genutzt werden und seine Vorteile in den ländlichen Räumen verteilen kann.

Was lernen wir mit Virtual Reality? – Carolin Desirèe Töpfer

Vom Interview mit Frau Töpfer erinnere ich mich vor allem an den Ausspruch „Wir sollten Spaß am Lernen haben“. Darum gab es noch weitere ihrer Ansichten, welche ich komplett teile. Genauso wie sie finde ich auch, dass in unserer Kultur es oft genug noch so angesehen wird, dass Lernen und Arbeiten eine todernste Angelegenheit sind. Aber gerade das ist ein Fehler. Warum soll man an neuem Wissen kein Spaß haben? Warum sollte man sich nicht darauf freuen das Gelernte im Betrieb auszuprobieren? Für mich sind strahlende Gesichter am Ende eines Kurses oder Seminars immer so viel mehr wert als einfach nur in einem Affenzahn durch die Inhalte zu flitzen.

Das Schlusswort von Frau Töpfer

Chancen der digitalen Weiterbildung für den deutschen Mittelstand – Carolin Desirèe Töpfer

Wenig später nach einem persönlichen Gespräch mit der Speakerin habe ich Ihrer Keynote sehr aufmerksam zu gehört. Und was soll ich sagen? Ich habe mich an vielen Stellen wieder gefunden. Sehr erfrischend fand ich Ihre  Collage von Lernorten. Auf Instragram und hier habe von meinen Lernorten erzählt und ich muss sagen – einige hatte ich ganz vergessen z.B. das Lernen im Zug auf dem Weg von A nach B.
Eine Ihrer Grafiken erinnerte mich an die BCG-Matrix mit Poor Dogs, Cash Cows, Questionmarks und Stars. In diesem Fall stellte die X-Achse die Zukunftsfähigkeiten von Personen dar und die Y-Achse das Geld, welche in Aus- und Weiterbildung investiert wurde bzw. investiert werden kann. So kamen vier Typen zustande:

  • die mit Geld und Fähigkeiten, welche mit ihrem Wissen anderen helfen können
  • solche welche zwar zukunftsfähig sind aber wenig Geld zur Verfügung haben – daraus dann aber Geld und Bildung machen können
  • solche die zwar Geld zur Verfügung haben, aber nicht zukunftsfähig sind – diese interessiert das meist aber auch nicht weiter
  • und Menschen ohne Fähigkeit und ohne Geld für Bildung – diese nannte Frau Töpfer ein Gesellschaftliches Problem

Eine Möglichkeit dieses Gesellschaftliche Problem zu lösen wäre die erste Gruppe für die Entwicklung dieser einzusetzen. Häufig passiert dies in der Ehrenamtlichen Arbeit. Eine Dame aus dem Publikum erzählte Ihre Geschichte dazu: Sie unterstützt eher benachteiligte Schüler bei der Umsetzung einer Online-Schülerzeitung, welche gerade Innovationspreise gewonnen hat.
Als Fazit stellte Frau Töpfer die These auf, dass Unternehmen auf die Herausforderung Lernen mit dem Schaffen von Freiräumen für ihre Mitarbeiter reagieren sollten. Ein Beispiel war die Erlaubnis sich You Tube Tutorials anzusehen.
Wer mehr von Frau Töpfer lesen möchte, kann dies auf Ihrem Blog tun. Ich werde jetzt auch zu einer Leserin werden.

Für mich ging der Tag mit weniger neuem Wissen zu Ende als ich gehofft und gedacht hatte. Statt dessen habe ich einige interessante Kontakte gemacht und Bestätigung in meinen Ansichten gefunden. Diese Bestätigung sagt mir, dass ich mit dem Weg für Strategie zwo genau richtig unterwegs bin. Ich freue mich darauf in jedem meiner Kurse gute Laune und Spaß zu verbreiten 😀

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