Der Dschungel der Jobbörsen

Im Dschungel der Jobbörsen geht es nicht darum die Stellenanzeigen für ein Unternehmen überall zu platzieren, sondern die Plätze zu finden, die von den passenden Bewerbern gefunden werden. Denn tatsächlich geht es darum den „Perfect Fit“ für eine Stelle und das Unternehmen zu finden. An dieser Aufgabe ist ein großer Teil des Personalwesens ausgerichtet. In meinem Beitrag zum Employer Branding war das Erreichen der richtigen Gruppe von Bewerbern bereits Thema.

Um das Unternehmen und die vakanten Positionen richtig zu positionieren, muss man nicht nur bedenken welche Jobbörse zum Image passt, sondern auch welche davon von den gewünschten Bewerbern genutzt werden. Nur woher das wissen? Die meisten Unternehmer werden wohl an der stetig wachsenden Anzahl von möglichen Börsen schon verzweifeln. Alleine in diesem noch jungen Jahr haben schon drei Entwicklungen auf diesem Markt Wellen geschlagen. Nicht nur das Xing jobbörse.com gekauft hat, Glassdoor ist mit einer deutschen Version online gegangen und das neue Jobportal katialo sorgt unter Bloggern für Aufregung. Wenn in nicht mal 6 Wochen 3 große Änderungen statt finden, kann nicht erwartet werden, dass Unternehmer mit anderen Aufgaben up-to-date bleiben. Doch jedes Mal wenn eine Stelle vakant ist, muss das Wissen her.

Für Arbeitslose und Jobsuchende gibt es Übersichten von Jobbörsen nach diversen Kriterien sortiert. Und da es darum geht sich an der Suche der potenziellen Bewerber zu orientieren, ist es nur fair diese Listen für die Auswahl zu nutzen. Eine relativ kurz gehaltene Liste stellt die Arbeitsagentur zur Verfügung. Kurz? werden Sie sicher beim Scrollen denken. Wirklich diese Liste ist im Gegensatz zu der vom Crosswater Job Guide kurz. Allerdings kann diese nach verschiedenen Kriterien sortiert und strukturiert werden. Außerdem gibt es eine Einteilung nach Brachen beziehungsweisen Berufen. Eine ähnliche Struktur hat auch die Übersicht der TU Kaiserslautern jedoch mit weniger Informationen. Hier werden lediglich die Links zu den Börsen angegeben.

Mit dieser Grundausstattung können die Online Marktplätze für Angebot und Nachfrage von Stellen ausgesucht werden. Eine andere Frage ist jedoch, wo kann geworben werden abseits von Online Marktplätzen. Immer wieder wird gesagt und geschrieben Print wäre tot. Doch gerade in bestimmten Bereichen und Zielgruppen ist eher das Gegenteil der Fall. Doch auch hier muss genau überlegt werden, ob die gewünschten Personen das gewählte Medium überhaupt lesen. Nichts geht ohne zu wissen wer erreicht werden soll. Es gibt ein schönes Sprichwort, welches viel zu selten in diesem Zusammenhang genannt wird: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.

Wenn Sie also Jugendliche für Ausbildungsstellen in Ihrem Betrieb begeistern wollen, dann sollten Sie nicht auf eine Anzeige im Lokalen Anzeiger setzen, sondern auf eine Stellenanzeige online vielleicht sogar in einer Jobbörse, die über eine App für Smartphones verfügt. Suchen Sie dagegen jemanden zwischen 40 und 50 Jahren, der möglichst dicht an der Arbeitsstätte wohnt, ist der Lokale Anzeiger eine gute Wahl.  Es geht also eigentlich darum zu wissen wer gesucht wird. Machen Sie sich auf die Suche nach dem nötigen Wissen.

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